Diese Informationsseite soll dazu dienen, die Zusammenhänge der einmaligen Naturlandschaft Wattenmeer mit Ebbe und Flut, aber auch die großen Naturkatastrophen in Form von Orkanfluten näher zu bringen.
Eine Wattwanderung zur Itzendorfplate oder der Bereich der interessanten Lichtbildervorträge über die Themen „Nordsee – Mordsee“, Ostfriesland, Wattenmeer, runden das Urlaubserlebnis „Ostfriesland“ ab. Die Itzendorfplate liegt zwischen Norddeich und der Insel Juist, sie ist der letzte Rest des 1717 in der Weihnachtssturmflut versunkenen Ortes Itzendorf.
Gerne steht Ihnen der erfahrene staatl. gepr. Wattführer Heiko Campen, für die angebotenen Wattwanderungen zur Verfügung. Herr Campen ist ausgezeichnet mit dem Zertifikat "Nationalpark-Wattführer" und ist darüber hinaus bekannt aus Funk und Fernsehen.
Am 7. Juli 2006, um 18:25 Uhr, wurde dem Wasserschutzpolizeirevier Husum mitgeteilt, dass eine Person im Watt in Höhe der Badestelle Dockkoog, ca. 200 m vom Ufer entfernt, bis zum Halse feststeckt. Vor Ort wurde festgestellt, dass sich dort drei weitere Personen befanden, die der feststeckenden Person Hilfe leisteten. Es gelang diesen aber nicht, die Person zu befreien.
Lebensgefahr bestand nicht, da entgegen der ersten Meldung die Frau lediglich bis knapp über die Brust eingesunken war (Niedrigwasser um 17:02.) Gegen 18:33 Uhr konnte die 18-Jährige durch den eingesetzten Rettungshubschrauber mittels Rettungsschlinge befreit und an Land verbracht werden.
Eingesetzt waren Kräfte der Polizei, der Feuerwehr und der erwähnte Rettungshubschrauber. Entstanden war die Gefahrensituation dadurch, dass drei Jugendliche von der Prielkante in den fast trocken gefallenen Priel gesprungen sind. Dabei blieb eine Person so tief stecken, dass sie sich auch mit Hilfe der beiden anderen Personen nicht mehr befreien konnte. Auch eine weitere vom Ufer herbeieilende Person konnte die junge Frau nicht herausziehen.
Bitte nie ohne geprüften Wattführer ins Watt, man sieht was sonst passiert!
Jeder, der eine Wattwanderung mit dem Wattführer Heiko Campen unternimmt, bekommt anschließend zum Andenken eine Urkunde überreicht.
Was Ihr schon immer über das Watt wissen wolltet, was Ihr unbedingt über das Watt wissen solltet, und damit Ihr nicht meckert, wenn mal wieder kein Wasser da ist, wenn Ihr über den Deich schaut. Mit dem Wort "Watt" bezeichnet man ein mehr oder weniger breites und seichtes Gebiet an einer Küste mit Gezeiten, welches bei Ebbe trockenfällt und während der Flut mit Wasser bedeckt ist.
Das Wattenmeer entlang der Küste der südlichen Nordsee ist einmalig auf der ganzen Welt. Es erstreckt sich von der Mitte der holländischen Küste, entlang der deutschen Nordseeküste bis zur dänischen Grenze. Es ist ca. 5-10 km breit und 450 km lang. Der Salzgehalt des Wattenmeeres liegt bei 3,4 %.
Bis auf Borkum sind bei Niedrigwasser alle ostfriesischen Inseln zu Fuß erreichbar. Das Watt entstand im Wesentlichen nach der Bildung der Inseln. Die holl. / ostf. Inseln haben sich aus dem Meer aus Sandbänken gebildet, die nordfriesischen durch Landabbrüche. Jede Flut bringt Kleinstteilchen an Sand, Tone, organischen Pflanzen- und Tierresten mit, die beim höchsten Wasserstand, wenn für einen kleinen Zeitraum das Wasser „steht“, abgelagert werden. Das ist dann der so genannte „Schlick“. Es gibt einmal das Sandwatt (fester Boden), das Mischwatt, wo man knöcheltief einsackt und das Schlickwatt, wo der Wattwanderer im Extremfall bauchtief versinkt.
Das Watt ist Lebensraum für viele Tiere wie Muscheln, Würmer, Einzellern und gilt von der Biomasse her gesehen als größter Lebensraum der Welt. Fast alle Nordseefische wachsen im Watt heran, die Vögel finden einen reichgedeckten Tisch. Im Frühjahr und Herbst ist das Wattenmeer bzw. die Inseln für die Zugvögel eine ganz wichtige Zwischenstation.
Wenn auch die Badewasserqualität nach „EU-Norm“ noch als hervorragend bezeichnet werden kann, ist die Nordsee und das Wattenmeer doch extrem bedroht. Denn die Abfälle werden, an einem der Dichtbesiedelsten und Industrialisiertesten Gebiet der Welt, über die Luft, durch Flüsse und Direkteinleitungen eingebracht. In erster Linie sind das Phosphate, Nitrate, Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle. Zum Schutz dieser einmaligen Naturlandschaft wurde der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, eingeteilt in unterschiedliche Schutzzonen, gegründet.
----------------------------------------------------------------------------- Zutaten für 24 Stücke: ----------------------------------------------------------------------------- Für den Teig: -----------------------------------------------------------------------------Ø 250 g Butter Ø 250 g Zucker Ø Eine Prise Salz, 5 Eier Ø Abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone Ø 1 P. Vanillezucker Ø 250 g Mehl, 1 P. Backpulver Ø 2 gestr. El Kakaopulver Ø 2 EL Milch ----------------------------------------------------------------------------- Ø Für den Belag: ----------------------------------------------------------------------------- Ø 2 Gläser Sauerkirschen oder Heidelbeeren (je 700 g) Ø 2 P. Vanille-Puddingpulver Ø 3 Becher Sahne (je 200 g) Ø 2 P. Sahnesteif Ø 1 P. Vanillezucker ----------------------------------------------------------------------------- Ø Außerdem: ----------------------------------------------------------------------------- Ø 2 Gläser (4 cl) Eierlikör Ø 3 Gläser (6 cl) Curacao Ø Etwas Butter für das Blech Ø Etwas Paniermehl zum Bestreuen ----------------------------------------------------------------------------- 1.) Butter, Zucker und Salz schaumig rühren. Dann die Eier einzeln nach und nach unterheben. Zitronenschale und Vanillezucker unterrühren. Mehl und Backpulver mischen, auf den Teig sieben und darunterrühren.
2.) Ein Backblech (30 x 38 cm) mit etwas Butter bestreichen und mit etwas Paniermehl bestreuen. ¾ des Teiges daraufstreichen. Den Restlichen Teig, Kakao und Milch verrühren. In einen Spritzbeutel füllen und ca. 5 cm lange Streifen (Wattwürmer) auf den hellen Teig spritzen. Im Vorgeheizten Bachofen ca. 30 Minuten backen (E-Herd: 175 °C, Gas: Stufe 2, Umluft:155 °C). Danach den Kuchenboden aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
3.) Sauerkirschen inzwischen in einem Sieb abtropfen lassen. Mit dem Puddingpulver aufkochen und auf den ausgekühlten Kuchenboden streichen.
4.) Die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Vanillezucker steif schlagen und auf den Kirschenbelag streichen. In die Sahne mit einem Tee- oder Esslöffel leichte Vertiefungen drücken. Den Eierlikör und den Curacao verrühren und als „Nordseewasser“ in die Vertiefungen füllen.
5.) Den Kuchen bis zum Servieren kühl stellen. Danach in Portionsstücke teilen. ----------------------------------------------------------------------------- Zubereitung: etwa 50 Minuten (ohne Wartezeit). Backzeit: etwa 30 Minuten. Pro Stück etwa 308 kcal (1287 kj), 16g F, 36g KH, 4g E.
In lauen Vollmondnächten kann man die kleinen Gesellen umherkuschen sehen. Wer mucksmäuschenstill ist und sie sieht, dem steht das Glück für lange Zeit zur Seite.
Aber wehe.....
Wer erzählt, dass er einen der kleinen Wichtel gesehen hat, den verlässt das Glück so schnell, wie es gekommen ist. Und dann heißt es warten bis zur nächsten Gelegenheit..... und Schweigen.
Jetzt wissen Sie, warum Ihnen noch niemals jemand erzählt hat, dass er die kleinen Kerle in einer lauen Vollmondnacht leibhaftig gesehen hat.
Wer nun einem lieben Menschen viel Glück und viel Gutes wünscht, dem schenkt er als Symbol einen kleinen „Norddeicher Glückswichtel“.
Lebensraum Watt 2
Wattführer Heiko Campen
Nordsee Bewohner
Wattführer Heiko Campen & Alfons
Wattführer Heiko Campen & Annette
Wattführer Tamme Dirks & Annette
Wattführer Tamme Dirks & Alfons
Wattführer Tamme Dirks mit einer Nordseekrabbe
Wattführer Heiko Campen
Dünen
Ebbe
Ebbe & Flut
Muscheln im Watt
Für jeden Urlauber ist die Erscheinung von Ebbe und Flut eines der großen Ferienerlebnisse. Die Gezeiten, bei uns auch Tide genannt, treten tagaus, tagein mit großer Beständigkeit auf. Vereinfacht dargestellt: Mond und Sonne und auf der Gegenseite die durch die Rotation der Erde bedingte Fliehkraft, bewirken die gewaltigen Wasserbewegungen. Bei uns an der ostfriesischen Küste haben wir einen Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser von ca. 2,5 m. In der Ostsee und im Mittelmeer sind es nur wenige Zentimeter, da diese fast schon Binnenmeere sind. Die Hauptbewegungen entstehen im Atlantik, z. B. an der französischen Küste, wo es teilweise Unterschiede bis zu 13 Meter gibt. Hier nutzt man diese Verschiebung auch seit Jahrzehnten zur Stromgewinnung durch Gezeitenkraftwerke. Die größte Differenz verzeichnen wir an der Küste Neufundlands, bis zu 21 Meter.
Vom Mond gehen die Hauptbewegungen aus. Immer dort, wo der Mond sich befindet, haben wir Hochwasser, genau entgegengesetzt, bedingt durch die Fliehkraft der Erde, einen zweiten Flutberg. Da der Mond etwas mehr als 24 Stunden für eine Umlaufbahn um die Erde benötigt, verschiebt sich das tägliche Hoch- und Niedrigwasser mal um 20, 50, oder sogar um 80 Minuten. Nach 14 Tagen haben wir zum gleichen Zeitpunkt wieder Hochwasser, so dass wir auf eine tägliche Verschiebung von ca. 50 Minuten kommen. Das auflaufende Wasser innerhalb von 6 Stunden nennen wir Flut, den Höchstpunkt Hochwasser. Das ablaufende Wasser, innerhalb von 6 Stunden wird Ebbe genannt, der Tiefststand Niedrigwasser.
Alle 14 Tage haben wir eine Springflut, nämlich bei Voll- oder Neumond. Dann stehen Sonne, Mond und Erde in einer Linie. Die Anziehungskräfte von Mond und Sonne summieren sich und der Wasserstand ist bei Hochwasser etwa 40 cm höher. Dabei läuft aber auch mehr Wasser ab, so dass ein größerer Tidenhub entsteht. Das Gegenstück, die Nippflut, entsteht beim ersten oder letzten Mondviertel, wenn die 3 Gestirne im rechten Winkel zueinander stehen. In dieser Konstellation heben sich die Anziehungskräfte von Mond und Sonne teilweise auf. Der Wasserstand ist dann etwa 40 cm niedriger als normal. Es läuft aber auch weniger Wasser ab, so dass der Gezeitenunterschied geringer ist. Wenn es zur Zeit der Springtide eine Sturmflut gibt, kann dies katastrophale Folgen haben. An der ostfriesischen Küste treten Spring- und Nippflut allerdings erst mit einer Verspätung von 3 Tagen in Erscheinung, da die Nordsee, als Randmeer des Atlantischen Ozeans, „nachschwingt“. Die Erklärung für diesen naturgewaltigen Rhythmus fand 1687 der englische Physiker Isaac Newton.
Springtide & Nipptide
Wenn wir uns heute auf die Wattwanderung zur Itzendorfplate begeben, so ahnt der Außenstehende nicht, dass hier vor Norddeich einst ein blühendes Dorf lag mit dem Namen Itzendorf. Nachdem im 15. Jahrhundert große Teile des jetzigen Wattenmeeres vor Norddeich verlandet waren, konnten unsere Vorfahren hier Eindeichungsmaßnahmen betreiben, denn es war immer das erklärte Ziel der Küstenbewohner, dem Meer Land abzuringen, denn dieser Grund ist aus landwirtschaftlicher Sicht ein ganz wertvoller Boden.
In der furchtbaren Weihnachtssturmflut 1717, bei der an der deutschen Nordseeküste über 12.000 Menschen ihr Leben lassen mussten, wurde auch Itzendorf ein Opfer dieses Orkans. Es gab nur wenige Überlebende und dieses Dorf musste ausgedeicht werden. Später gab es eine Neugründung von Itzendorf, heute im Westteil Norddeichs gelegen, im Umfeld des jetzigen Campingplatzes. Vom ursprünglichen Itzendorf erinnert nur noch die ausgedehnte Sandbank zwischen Norddeich und der Insel Juist – die Itzendorf-Plate.
Orkanflut am Norddeicher Hafen am 03.01.1976
Orkanflut am Norddeicher Hafen 1983
Datum Name der Flut Betroffene Gebiete
17.02.1164
1. Julianenflut
Gesamte Nordseeküste
16.01.1219
1. Marcellusflut
Friesland (Niederlande)
14.12.1287
Luciaflut Gesamte
Luciaflut Gesamte
23.11.1334
Clemensflut
Flandern bis Ostfriesland
16.01.1362
2. Marcellusflut (1. Mandränke)
Ost bis Nordfriesland
09.10.1374
1. Dionysiusflut
Ostfriesland
09.10.1377
2. Dionysiusflut
Niederlande, Ostfriesland
18.11.1421
Elisabethflut
Ostengland und Niederlande
11.01.1436
Allerheiligenflut
Deutsche Nordseeküste
06.01.1470
Dreikönigsflut
Deutsche Nordseeküste
26.09.1509
Kosmos- und Diamanflut
NL, Ostfriesland, Oldenburg
16.01.1511
Antoniusflut
Deutsche Nordseeküste
31.10.1532
3. Allerheiligenflut
Nordseeküste bis Eiderstedt
01.11.1570
4. Allerheiligenflut
Flandern bis Eiderstedt
26.02.1625
Fastnachtsflut
Südniederlande bis Jütland
11.10.1634
Sturmflut (2. Mandränke)
Schleswig-Holstein
22.02.1651
Petriflut
Friesland
12.11.1686
Martinsflut
Groningen bis Land Wursten
24.12.1717
Weihnachtsflut
Friesland bis Schleswig-Holstein
31.12.1720
Neujahrsflut
Seeland bis Nordfriesland
03.02.1825
Februarflut
Ostfriesland bis Nordfriesland
04.01.1855
Januarflut
Ostfriesland
13.03.1906
Märzflut
Ostfriesland
31.01.1953
Hollandflut
Niederlande und Holland
16.02.1962
Februarflut (2. Julianenflut)
Ost bis Nordfriesland
19.11.1973
Novemberflut
Niedersachsen und SH
03.01.1976
Novemberflut
Niedersachsen und SH
24.11.1981
Novemberflut
Schleswig-Holstein
28.01.1994
Januarflut
Niedersachsen und SH
Nach dem Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren hat sich die Nordsee immer wieder mehr in südliche Richtung ausgedehnt. Ein Vorgang der fast 4000 Jahre dauerte. Es hat dann bis kurz nach Christi Geburt eine Ruhephase gegeben. Dann begann der Wasserspiegel wieder zu steigen. Die Küstenbewohner waren gezwungen, als Schutz vor dem steigenden Wasser, Erdhügel (Warften, Wurten) aufzuschütten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden diese immer höher. Viele dieser Warften sind noch heute vorhanden, wie man bei einer Fahrt durch das Küstengebiet feststellen kann. Da aber die Nutzungsflächen für die Siedler häufig überflutet und damit versalzen wurden, war man gezwungen, um das Jahr 1000 die ersten Erdwälle, Vorläufer der heutigen Deiche, zu bauen. Naturgemäß kamen auch die ersten großen Sturmfluten. Die erste große Flut, die überliefert ist, war im Jahre 1164. Weitere Orkanfluten mit ungeheuren Menschen und Landverlusten folgten. Immer wieder mußten die Deiche erhöht und verstärkt werden. Die letzte Deicherhöhung um ca. 2 m erfolgte nach der katastrophalen Flut vom 16./17.02.1962 und ist jetzt an der ostfriesischen Küste fast abgeschlossen. Nicht zu Unrecht wird der Deichbau höher bewertet als der Bau der chinesischen Mauer. Es ist und bleibt ein ewiger Kampf der Friesen gegen das Meer.
Am 21. Februar ist Nordfriesland Feuer und Flamme, denn dann lodern sie wieder himmelhoch in den Nachthimmel: die Biike, friesisch für "Feuerzeichen". Schon jetzt türmen sich riesige Holzstöße überall im Küsten- und Inselbereich Nordfrieslands. Seit Zeiten des Germanen-Gottes Wotan leuchten die Feuer an diesem Tage von den Inseln, den Halligen und den Küsten weit über das Meer hinaus. Gut 2000 Jahre alt ist der Brauch. Damals sollte der Opferbrand Wotan gnädig stimmen, dass er die eisige Jahreszeit beendet. Noch heute wird an manchen Orten eine Strohpuppe mit verbrannt. Die Christen widmeten den Brauch um und machten den 22. Februar zum Petritag zu Ehren des Schutzpatrons der Fischer.
Ab dem 17. Jahrhundert waren die Feuer zudem Abschiedsgruß für die nordfriesischen Walfänger, die nach dem Winter wieder zur lebensgefährlichen Fangsaison ausliefen. Jede Region hat ihre Legenden. Daher sagen Insider, dieser Brauch habe nur einen Sinn gehabt: Die Feuer dienten als Signale der Frauen für die daheim gebliebenen Männer. Somit war das Risiko beschränkt, beim ''Fehltritt'' erwischt zu werden. Doch egal, in welcher Form der Brauch wirklich entstand, eines blieb immer gleich: Die Freude am Ende des Winters. Es wird nicht nur von den Einheimischen gefeiert, daher sind auch neugierige Gäste stets willkommen. Alle tragen Holz- und Reisighaufen zusammen, um das riesige Feuer zu entfachen.
Schon nach Weihnachten geht man auf die Suche nach geeignetem Brennmaterial, denn jeder Ort möchte das höchste und schönste Feuer entfachen. Nichts was brennbar ist, ist vor den Suchenden sicher. Zusätzlich gibt es eine Art Wettkampf zwischen den verschiedenen Orten, denn jeder möchte die schönste Biike sein Eigen nennen. Natürlich versucht man sich gegenseitig auf die unterschiedlichsten Weisen am Vorbereiten des Feuers zu hindern. Gelingt die Sabotage, wird diese Schmach über Jahrzehnte nicht vergessen.
Am Abend des 21. Februar sollte es dann endlich so weit sein. In allen Dörfern und Orten auf Sylt, Föhr und Amrum, auf Pellworm und den Halligen, in Südtondern, der Husumer Bucht und St. Peter-Ording sollten die entflammbaren Berge stolz in den Himmel ragen. Menschen ziehen mit Fackeln dem Feuer entgegen, singen auf friesisch, trinken und kurieren am nächsten Tag, dem Petritag, ihren Kater aus. Es ist sicher für jedermann ein Erlebnis, mit den Einheimischen bei deftigem Essen und Grog über das Leben im hohen Norden zu philosophieren.
Das Traditionelle Feuer
Ein beeindruckendes Feuer
Was für ein Schauspiel
Fortsetzung folgt!
Mit freundlicher Genehmigung einiger Textauszüge und Bildern vom Wattführer Heiko Campen, 26506 Norden!